Therapiebegleithund

Definition:

Als Therapiebegleithund bzw. Therapiehund sind diejenigen trainierten bzw. ausgebildeten Hunde unterschiedlichster Rassen zu bezeichnen, die in begleitender und unterstützender Funktion in therapeutische Prozesse oder Konzepte eingebunden werden...
(Vernooij und Schneider, Handbuch der Tiergestützten Intervention, 2008).

Er arbeitet immer zusammen mit seiner festen Bezugsperson, mit welcher er auch die Ausbildung macht und gemeinsam die Prüfung bzw. die jährliche Überprüfung ablegt.

Angelika hat mit Wesley schon relativ zeitig mit der Therapiebegleithundeausbildung begonnen, um Wesley spielerisch an das Thema heranzuführen und ihr Zeit zu geben. Dadurch ist die Beziehung zwischen den Beiden von Anfang an sehr intensiv, mit gegenseitigem liebevollem Respekt und Verständnis, das auf Beobachtung und Körpersprache beruht, aufgebaut.

Die Beiden machen weiterhin alle möglichen Weiterbildungen, um immer besser auf die Klienten eingehen zu können und ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Und natürlich erfolgen jährliche Überprüfungen sowohl in Bezug auf die Einsatzfähigkeit von Wesley als auch Gesundenuntersuchungen. Auf Sauberkeit und Hygiene wird natürlich vor jedem Einsatz geachtet.

Die beiden besuchen regelmäßig Pflegeheime, in denen sie Einwohner sowohl mit körperlichen, geistigen, als auch alterbedingten Einschränkungen besuchen. Dabei gehen die beiden sowohl mit Gruppenaktivitäten zur Mobilisation, Motivation, Gruppendynamik und daraus entstehender Aktivierung und  Unterhaltung, mit der man viele Patienten aus ihrer Isolation herausholt, als auch durch Einzelbetreuung auf die jeweiligen Menschen ein. Um noch mehr Verständnis und Zugang für Patienten mit Alzheimer Erkrankung zu bekommen, beginnt Angelika im Herbst die Ausbildung : Validation für Anwender nach Naomi Feil.

Neben Pflegeheimbesuchen gehen die Beiden auch regelmäßig in Kindergärten. Der Kontakt mit Wesley hilft Kindern

  • ihre sozialen Kompetenzen auszubauen,
  • ihr Selbstwertgefühl zu steigern,
  • Achtsamkeit und Rücksichtnahme zu lernen,
  • Verständnis für Regeln zu erlernen,
  • zur Ruhe zu kommen,
  • Angst vor Hunden zu verlieren,
  • Verständnis für die Bedürfnisse des Hundes und damit auch für andere Tiere und natürlich Menschen zu bekommen.

Und natürlich erfolgt dies über Streicheln, Kuscheln und Spielen mit Wesley. Dabei wird auf Sicherheit und das Wohlbefinden aller Beteiligten größter Wert gelegt.

Auch bei den Kindern gibt es sowohl Gruppenaktivitäten als auch Einzelaktivität – sehr häufig einfach aus der Situation heraus. Um den Kindern auch den Umgang im täglichen Leben mit einem Hund näherzubringen, werden auch Einsätze in der freien Natur durchgeführt – an der Leine führen, Wesleys Bedürfnisse zu erkennen, Umgang mit Kotbeutel (dabei schauen sie natürlich nur zu), Begegnung mit anderen Menschen und Hunden, usw.

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